Aiguille de la Tsa


Tourdatum  20.03.2026
Schwierigkeit WS+, 3b
Höhenmeter Auf- und Abstieg 1'030Hm (von und zur Cabane de Bertol)
Schlüsselstelle(n) Col de la Tsa wenn hart oder vereist, etwas exponierte Crux (3b) an der Aiguille
Ausrüstung Skihochtourenausrüstung komplett, 50m Seil (2 od. 3 x25m abseilen),  3-4 Expressen, Friends C 0.5 bis 1, ev. Kletterfinken 
Zugang zum Ausgangspunkt ab Cabane de Bertol
Unterkunft/Einkehr Cabane de Bertol
Kartenmaterial Swisstopo
Literatur Tourenportal SAC
Ziele in der Nähe Tete Blanche, Mont Collon, Walliser Haute Route etc.


 Zweierlei Schuhwerk ist angesagt

 

Dem Josef sei Dank können wir auch heuer unser Wochenende ausdehnen und uns zu einem Reisli ins Unterwallis aufmachen. Von Arolla soll es hoch zur Cabane de Bertol und anderntags zur Aiguille de la Tsa gehen.

 

Zum Aufstieg zur Cabane gibt es nichts weiter zu erzählen. Hmmm...wobei wir an dieser Stelle doch noch kurz den Schlussanstieg und die finale Leiter erwähnen wollen. Diese beiden Abschnitte stellen ein anständiges Dessert dar...heute so ganz im Sinne von "Coupe Hot Berry", wenn es wie bei uns so richtig reinbrennt...da ist das Kaltgetränk auf der Hütte dann sehr willkommen...und wenn es denn den erwähnten Eisbecher gäbe, würde wohl niemand ablehnen.

 

Auf der Hütte richten wir uns ein und lassen es uns gut gehen, wenn auch das Regime auf der Hütte eher etwas speziell, aber nicht unfreundlich ist. "Un-" ist vor allem das Essen. Nämlich "Un-gewürzt". Durchs Band weg. Daher stehen auch auf allen Tischen gut ausgestattete Melanges...Salz und Pfeffer, Aromat, Maggi...in der Hüttenküche abschmecken ist wohl nicht geplant. Ja nu..machen wir das halt selber.

 

Angesichts der Tour des nächsten Tages verziehen wir uns bald ins Bett, um uns an der Nachtruhe zu versuchen. Dies wird aber durch den "Überfall" der Hüttenwartin vereitelt, welche uns nochmals ans Buffet holt, um die erste Nacht und die Konsumation des Tages zu bezahlen...sie hätte vergessen zu erwähnen, dass hier jeden Abend abgerechnet würde...ähä...dann halt nochmals aus den Federn (ist ja eh nicht das letzte Mal...auf dieser Höhe geht es während der Nacht eh immer wieder mal aufs Klo...).

 

Nach einer Nacht mit mehr oder weniger Schlaf und dem etwas knapp bemessenen Zmorgä (wir haben den bertolschen Zmorgäbestellzettel nicht ganz richtig interpretiert...), heisst es erst einmal über die neckische Leiter runter zu steigen und einige Höhenmeter abzufahren, bevor der Gegenanstieg zum Col de la Tsa beginnen kann. Und der beginnt mit leichte Verzögerung, da das eine und andere Skifell entschlosssen hat, sich nicht binden zu wollen und partout nicht am Ski kleben will. Aber irgendwann kriegen die Mannen vom Bau und so auch das hin und es kann aufgestiegen werden. Über den Col an den Fuss der Aiguille de la Tsa.

 

Um uns das Klettern etwas komfortabler zu machen, montieren wir die Kletterfinken und die Kletterei kann beginnen. Der Fels ist fest und die Schwierigkeiten absolut überschaubar. Aaaber es ist durch die Bise einfach saukalt und überhaupt nicht angenehm. Gipfelrast bedeutet heute: Umrüsten, abseilen und ufwiderluägäzuänischo. 

 

Die Schneequalität auf der Abfahrt ist dann auch nicht mehr wirklich der Burner, das meiste ist windbearbeitet und entsprechend gedeckelt. Und auch heute geniessen wir als Dessert wieder den Schlusshang und die Leitern hoch zur Hütte...zwar nicht mehr ganz so warm wie gestern, aber sich gut zureden muss man sich auch heute.

 

Und damit auch beim Essen alles so bleibt wie am Vortag, wird auch heute nicht gewürzt. Same procedure as every...was auch immer. 

 

Fazit:

Abwechslungsreiche Unternehmung mit sehr geschätzten Tourenfreunden. Merci Urs für die Organisation! Im Winter stehen sich die Tourengänger an der Aiguille wohl nicht auf den Füssen rum - wir waren jedenfalls alleine. Die Cabane de Bertol besticht wohl mit Ihrer Lage oberhalb des Col de Bertol, aber kulinarisch kann das Team nicht wirklich überzeugen.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0