Norwegen 2023 - Teil 6 - Sognefjell & Co.



Freitag, 18. August bis 20. August 2023

Erstens kommt es anders...

 

...und zweitens als man denkt.

 

Geplant gewesen wäre nämlich der Besseggen-Grat (zwar auch so eine "Mussmangemachthaben- Wanderung" mit unzähligen Menschen wie am Preikestolen - aber wenn man schon in der Gegend ist...).

 

Nun, wie einleitend eigentlich schon verraten, hat das nicht geklappt. Guten Mutes wären wir ja gewesen...die Tickets für das Schiff ab Gjendesheim online bestellt und uns die Route für die Anfahrt schön zurecht gelegt. Hätte soweit auch funktionieren können, wären da nicht aufgrund der vergangenen Unwetter diverse Strassen gesperrt gewesen. Darunter auch jene, welche wir für die Anfahrt nutzen wollten (haben wir leider zu spät bemerkt). Einen Umweg gab es wohl, doch dieser hätte den zeitlichen Rahmen definitiv aus den Fugen gebracht. In der Woche nach hinten schieben war schlussendlich auch keine Option, da schon wieder schlechtes Wetter im Anmarsch war. 

 

Und so wurde aus der Gratwanderung ein Roadtrip über das Sogne- und das Aurlandsfjell. Die Strassen durch diese Fjells gehören zu den Landschaftsrouten Norwegens (Nasjonale Turistveger) und führen durch fantastische Bergregionen. Während im Sognefjell der höchste Pass des Landes liegt, wartet das Aurlandsfjell mit dem berühmten Aussichtspunkt Stegastein auf, von wo aus man einen fantastischen Blick auf den Fjord hat (früh dran sein lohnt sich - Parkmöglichkeiten und Andrang stehen in einem ziemlichen Missverhältnis). Beide Strecken sind im Winter geschlossen.

 

Auf dem Aurlandsfjell durften wir ausserdem eine fantastische Abendstimmung, aber auch eine sehr stürmische und nicht ganz so gemütliche Nacht erleben - nebst den starken Windböen hat auch Nicoles Husten für diverse "Wachmomente" gesorgt. So kam uns am Morgen nach dem Stopp am Stegastein Mariannes Bakeriet gerade recht - guter Kaffee und eine Kanelsnurr waren einfach wunderbar!

 

Frisch gestärkt setzten wir unsere Reise fort in Richtung Geilo. Das Wetter wurde zwar immer schlechter, die Landschaft war aber trotzdem schön...mystisch halt mit Wolken, Nebel und Regen. In Geilo machten wir bei der Messerschmiede Brusletto einen Zwischenhalt - die Sammlung sollte hier wieder etwas erweitert werden. Eingedeckt mit neuen Kostbarkeiten für die heimische Vitrine ging die Fahrt weiter nach Fagernes, wo wir uns für 2 Nächte auf dem Camping am Fluss niedergelassen haben. Es regnete immer noch (oder wieder mal..), Nicole war stark erkältet und so fiel die Stimmung für einen Moment mal ziemlich in den Keller...da war die Besinnung darauf, was wir auf unserer Reise bisher schon alles hatten erleben dürfen, gerade sehr von Nöten.

 

Am 20. August - unserem Hochzeitstag -  herrschte am Morgen immer noch Regenwetter. Also gemütlich Zmörgälä und WLAN sei Dank - Schwingfest auf der Schwägalp schauen. Am Nachmittag dann endlich wieder mal einige Aufhellungen und sogar Sonnenstrahlen - so dass wir auf einer einfachen Wanderung nach Leira sogar noch zu einem "Gipfel" kommen - dem Flaggberget, welcher eigentlich eher ein Aussichtspunkt ist und seinen Namen von der an seiner Wand aufgemalten Norwegenflagge hat.

 

Zurück beim Büssli war uns das Wetter sogar so gnädig, dass wir uns zum Apero draussen niederlassen konnten. Halt schon schön.

 

Gewusst?

Unter dem Aurlandsfjell verläuft der zwischen 1995 und 2000 erbaute Lærdalstunnel, der mit seinen 24,5 Kilometern ist der längste Straßentunnel der Welt ist. Die Straße verbindet die Ortschaften Aurland und Lærdal im innersten Teil von Sogn und bietet eine fährenunabhängige Verbindung zwischen Oslo und Bergen. 

 




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