Korsika Herbst 2025



Donnerstag, 16.10.2025  - Samstag 18.10.2025

Anreise und der höchste Korse

 

Nach eher kurzer Nachtruhe aufgrund einer Festivität starten wir nun das erste Mal in Richtung Korsika. Da frühmorgens, ist auf der Strasse kaum etwas los und im (gefühlten) Handumdrehen fahren wir auch schon über die Grenze nach Italien. Auch danach zieht es noch wunderbar...bis...ja bis Mailand. Hier kommen wir nur noch äusserst schleppend voran...Stau...offenbar ein Unfall...der Mäsi wird schon leicht nervös....man will ja die Fähre nicht verpassen....aber wir haben ausreichend Zeit eingeplant, so dass wir uns diese Verspätung gut leisten können. Auch ein kleiner Verhauer vor Livorno liegt noch drin und wir erreichen den Fährhafen mehr als rechtzeitig. Aber lieber etwas mehr Wartezeit, als der Fähre hinterher gucken, wenn sie bereits abgelegt hat.

 

Die Überfahrt nach Bastia verläuft ruhig und ohne Zwischenfälle, so dass wir fahrplanmässig vom Schiff rollen und zu unserem ersten Nachtlager auf dem sehr empfehlenswerten Camping San Damiano in Biguglia fahren können. Noch etwas mampfen und dann ab ins Bett. Die kurze Nacht zuvor und die Reiserei wirken wir Thors Hammer und wir fallen in Nullkommanix in den Tiefschlaf, den wir ohne Unterbruch durchziehen. Und so stehen wir am nächsten Morgen gut ausgeruht am Strand und geniessen einen ersten prächtigen Sonnenaufgang auf Korsika.

 

Und prächtig soll auch das Wetter noch bleiben und so geht unsere Reise weiter nach Lozzi, von wo aus wir den höchsten Gipfel der Insel, den Monte Cintu, besteigen möchten. Die Anreise führt über eine kurvenreiche und teilweise auch schmale Strasse durch eine geniale Berglandschaft...da gibt es unglaublich viel zu sehen und daher machen wir in Corscia einen kurzen Zwischenstopp, um uns auf der Wanderung zur Scala di Santa Regina, einem alten Hirtenpfad, etwas die Beine zu vertreten.

 

Der Weg führt abwechslungsreich durch die Landschaft..runter...rauf...offenes Gelände...Kastanienwald...aber immer schön auf dem Weg bleiben...auf Korsika haben gefühlt alle Pflanzen Dornen und Stacheln.

 

In Lozzi beziehen wir unser Basecamp auf dem Camping L'Arimone. Ein einfacher Camping mit Plätzen in einem schönen Pinienwald. Dadurch, dass nicht mehr viel los ist, fühlt es ich fast wie freistehen an (was im Übrigen auf Korsika nicht erlaubt ist).

 

Die sanitären Anlagen sind uralt und sehr einfach gehalten, aber das Wasser zum Duschen kommt kraftvoll und heiss aus der Brause. Den Abwasch hingegen erledigt man unter freiem Himmel an einem einfachen Steintrog ohne heisses Wasser (dieses holt man sich bei den Duschen...).

 

Für den höchsten Korsen wollen wir uns ausgiebig stärken. Und was ist das besser als ein Fondue im Pinienwald? Genau, nichts.  Ämul hüt. Und da wir uns auf gut 1000 Meter über Meer befinden, ist es am Abend auch bereits ausreichend frisch, so dass unser Menu auch in dieser Hinsicht bestens passt.

 

Gewusst?

Die korsische Macchia ist ein symbolisches Element der Landschaft der Insel. Dieses ausgedehnte Gebiet mit wilder Vegetation bedeckt fast 40 % der Fläche Korsikas und verleiht der Insel eine geheimnisvolle, duftende Atmosphäre. Die Macchia besteht hauptsächlich aus immergrünen Sträuchern, also Pflanzen, die das ganze Jahr über ihre Blätter behalten. Zu den häufigsten Arten gehören:

 

Zistrosen (Cistus) mit rosa oder weißen Blüten, Mastixsträucher (Pistacia lentiscus), mit kleinen, dunkelgrünen Blättern, Myrte, deren Beeren zur Herstellung eines lokalen Likörs verwendet werden,

Rosmarin, Wilder Thymian, Strohblume (Immortelle), bekannt für ihren Duft und ihre medizinischen Eigenschaften.

 

Diese Pflanzen sind gut an Trockenheit und felsige Böden angepasst. Im Sommer machen die ätherischen Öle, die sie enthalten, die Macchia sehr aromatisch – aber auch leicht entflammbar.

(Quelle: www.solimarecorsica.com) 



Überall gibt es irgendwelche höchsten Punkte, die besucht werden wollen. So auch auf Korsika. Monte Cintu sein Name. Für seine Besteigung bieten sich gemäss gängiger Bergwanderliteratur entweder die Nord- oder Südroute an, wobei die Südroute die etwas zahmere sein soll. Ob sich der Monte Cintu noch über andere Routen besteigen lässt, ist uns nicht bekannt.

 

Wir gehen den Gipfel von Süden aus an, da der Camping l'Arimone der einzige Campingplatz ist, der noch geöffnet hat. Im Ascotal haben bereits alle Plätze geschlossen und uns auf die Äste rauslassen mit Freistehen wollen wir nicht. 

 

Praktischerweise liegt unser Camp auch gleich am Ausgangspunkt der Südroute, so dass wir quasi direkt aus unserem Büssli zum höchsten Punkt der Insel aufbrechen können.

 

Der Pfad ist weitgehend gut markiert, es finden sich immer wieder Markierungen, mal ein Wegweiser oder Steinmännchen. Trotzdem ist da und dort etwas Orientierungssinn gefordert. Nebst einer Portion Ausdauer und Trittsicherheit, auch wenn die Kraxeleien nirgends ausgesetzt sind.  Die einzige Hütte bei welcher man vorbeikommt, ist das Refuge de l'Ercu, wobei diese leider geschlossen sprich nicht bewartet ist. Den Spuren nach wird sie aber immer noch als Nachtlager genutzt...(..und so wird auch die nicht mehr funktionierende Toilette benutzt...sieht ganz übel aus..).

 

Im Zustieg zum und auf dem Gipfel sind wir nicht alleine - das schöne Herbstwetter hat doch noch einige Leute nach draussen und in die Berge gelockt. Aber es hält sich noch im erträglichen Rahmen. Der Blick auf die Nordseite des Berges offenbart in den schattigen Lagen eine ordentliche Portion Raureif auf den Felsen...die Südseite scheint heute tatsächlich die bessere Wahl.

 

Für den Abstieg entscheiden wir uns für die Variante via Lac de Cintu, welchen wir auf einem nicht ganz offiziellen Pfad durch eine Geröllhalde ziemlich zügig erreichen. Das Baden lassen wir aber heute ausnahmsweise mal sein...

 

Zurück beim Refuge de l'Ercu schliesst sich der Kreis wieder und der restliche Abstieg zurück zum Camp erfolgt auf der Aufstiegsroute.




Sonntag, 19.10.2025 - Dienstag, 21.10.2025

Surf and Turf

 

Nach der Tour auf den höchsten Punkt der Insel soll es heute ein eher ruhiger Tag mit Reisen und Geniessen werden. Nach einem gemütlichen Frühstück reisen wir weiter zum Col de Vergio, wo es auf 1'467m mit 3 Grad schon eher frisch ist. Aber das Wetter ist wunderbar, die Strecke äusserst reizvoll und so tun die tiefen Temperaturen der Stimmung keinen Abbruch.

 

Von Col aus (seines Zeichens der höchste Passübergang auf der Insel) könnte man übrigens  das korsische Matterhorn, die Paglia Orba, besteigen. Da wir es heute aber gemütlich angehen wollen, ist dies ist für einen nächsten Besuch auf Korsika vorgemerkt .

 

Die Weiterfahrt nach Porto ist wunderschön! Herrlich herbstliche Wälder, kaum Verkehr und immer wieder amüsante Begegnungen mit heimischem Getier (Schweine, Rindvieh und Esel laufen hier frei herum - entsprechend ist beim Fahren eine gewisse Aufmerksamkeit angebracht) lassen keine Langeweile aufkommen. 

 

Irgendwann kündigen die ersten roten Felsbastionen die Nähe der Calanche an und bald erreichen wir den Camping Sole e Vista in Porto. Das hübsche Städtchen am Meer ist mit den Bikes innert Kürze erreicht und wir verbringen den Tag mit Herumschlendern, Essen, Aperölis und etwas Beachlife. Den Tag können wir dank eines herrlichen Abends auf der Terrasse der Villa Rina, wo wir vorzüglich speisen und bedient werden, so richtig gediegen ausklingen lassen.

 

 Gewusst?

 Die kleine Ortschaft Porto mit 600 Einwohnern liegt an der Nordwestküste Korsikas, zwischen Ajaccio und Calvi, wunderschön gelegen am gleichnamigen Golf von Porto. Der Golf von Porto gehört zu den schönsten Gegenden Korsikas und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

 

Porto war ursprünglich ein Hafenort für die weiter oben in den Bergen gelegenen Ortschaft Ota. Der an der Flussmündung gelegene Naturhafen Marina di Porto wurde im 15. Jahrhundert von den Genuesern befestigt, durch die Abgeschiedenheit des Ortes und seine beengte Lage entwickelte sich aber nie ein größerer Ort. Aus der Zeit der Genueser stammt der Wachturm Tour de Porto, der 1992 restauriert wurde und von dem aus man einen schönen Blick auf den Golf von Porto hat. 

 (Quelle: www.korsika.com)




Nach Chillen und Beachlife verschieben wir heute in Richtung Corte und Berge. Gerne hätten wir natürlich die Calanche ausgiebiger erwandert, aber die Wetterprognosen sind für die Region nur mässig prickelnd. Aber eine Tour vor dem Regen sollte noch drin liegen und so entscheiden wir uns für eine Hoslätä zum Capu Rossu.

 

Eine überaus lohnende Angelegenheit - ein flowiger Pfad führt uns zuerst etwas hinab an die Küste mit spannenden Felsformationen und schönen Buchten um anschliessend wieder anzusteigen, bis der Tour de Turghiu erreicht ist. Hier fallen die Klippen steil ins tiefblaue Meer ab und wir geniessen eine prächtige Aussicht auf den Golf von Porto.

 

Genuss aber nur kurz, der Wind hat ordentlich zugelegt und erinnert an die nahende Regenfront. Dieser entgehen wir schlussendlich haarscharf - just in dem Moment, als wir uns ins Auto setzen, beginnt es zu tropfen. Wir lieben es, wenn ein Plan funktioniert...

 

 ..und so klatscht der Regen an die Windschutzscheibe als wir unsere Reise nach Corte - der heimlichen Hauptstadt Korsikas - fortsetzen.

 

Gewusst?

Der Genueserturm "Tour de Turghiu" steht mit 3 weiteren Türmen im Westen Korsikas im sogenannten Land der 4 Türme (macht durchaus Sinn...). Die Klippe aus rosafarbenem Porphyr, auf welcher er auf einer Höhe von 331m steht, zählt zu den höchsten Meeresklippen Europas.

 

Genuesertürme wurden ab Mitte des 16. Jahrhunderts durch die Genueser gegen die nordafrikanischen muslimischen Piraten erbaut und von den insgesamt 150 Bauwerken, die die Torregiana bildeten, stehen an den Küsten Korsikas heute noch 67.

 

Die einzelnen Türme hatten untereinander Sichtverbindung, die Besatzungen verständigten sich durch optische Signale



Als wir in Corte respektive auf dem nahe gelegenen Campingplatz Alivi Di A Restonica eintreffen, ist es immer eher grau, aber der Regen hat mittlerweile aufgehört. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen im Pinienwald aus - auch hier wirkt es durch die mässige Belegung fast wie Freistehen. Die Sanitäranlagen sind alt und einfach, aber ok. Im Gegensatz zu allen anderen bisher besuchten Campingplätzen gibt es hier sogar Papier auf den WCs.

 

Um ums nach der Fahrt die Füsse zu vertreten, bietet sich ein Rundgang durch Corte geradezu an, ist doch das Städchen vom Camp aus bestens zu Fuss zu erreichen. 

 

In der schmucken Altstadt am Fusse der Zitadelle, welche hoch oben auf einem Felsen thront, kann man sich wunderbar die Zeit vertreiben und das historische Flair der Stadt geniessen. Zwar haben viele der unzähligen Restaurants bereits geschlossen, dafür ist es aber auch ruhiger in den engen Gassen. In der Hochsaison wird es hier sicherlich ziemlich voll und nicht mehr so friedlich sein.

 

Unser Nachtessen geniessen wir im Restaurant A terrazza di Giselle, bevor wir gemütlich zum Campingplatz zurückschlendern.

 

Gewusst? 

Corte war die Hauptstadt der Insel zur Zeit der Unabhängigkeit Korsikas  (1755 - 1769) unter Pasquale Paoli und wird immer noch als die heimliche Hauptstadt Korsikas bezeichnet.  Bis heute ist Corte ein Symbol für den Kampf um die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Korsen geblieben. Als einzige der wichtigen Städte Korsikas liegt Corte nicht am Meer, sondern tief im nördlichen Landesinneren.

 

Corte ist heute wieder Sitz der einzigen Universität Korsikas, die Studenten machen etwa die Hälfte der ca. 6500 Einwohner Cortes aus und prägen ganz wesentlich die einzigartige, lebendige Atmosphäre der Stadt.

(Quelle: www.korsika.com)


Nach einer ruhigen Nacht und einem gemütlichen Zmorgä machen wir uns auf zum Arche de Corte oder auch Arcu di u Scandulaghju, einem viel gerühmten Naturmonument in den Bergen von Corte.

 

Im Gegensatz zu gestern lacht heute wieder die Sonne und damit natürlich auch unser Herz. Der orange markierte Wanderweg beginnt  beim Parkplatz hinter dem Museu di la Corsica und führt anfänglich über einen breiten Bergrücken hinauf.

 

Zuerst bewegen wir uns mehrheitlich in der Macchia (korsisches Kratzgestrüpp..) und kommen dann in einen schönen Kastanienwald durch welchem wir weiter hochsteigen.

 

Die Landschaft und Aussichten sind überaus ansprechend, langweilig wird es uns auf jeden Fall nicht...nur haben wir das Gefühl, dass der kogen Bogen jetzt dann endlich mal kommen müsste...und zack...plötzlich rückt er ins Sichtfeld!

 

In der Tat ein imposantes Steingebilde und dazu noch ein vorzüglicher Rastplatz, bevor es weiter geht. Da wir gerne Rundtouren machen, entscheiden wir uns, über die Bergerie U Padule und den Foret de Forca nach Corte abzusteigen.

 

Die Rundtour mit Abstieg durch einen wirklich schönen Wald ist sehr empfehlenswert, aber mit rund 1500 Höhenmetern Auf- und Abstieg und einer Strecke von rund 21 Kilometern auch einigermassen lang. Im Sommer vermutlich eine ziemlich heisse Angelegenheit...

 

Aber in der Altstadt von Corte kann man sich ja im Anschluss etwas Erfrischendes in einem der vielen Restaurants gönnen und nochmals das Flair der heimlichen Hauptstadt geniessen. Haben wir natürlich so gemacht, bevor wir zurück zum Camp geschlendert sind.

 

Ausklang des Tages mit Köcheln, Camplife und Studium des Wetterberichts...Sturm Benjamin ist im Anmarsch und soll ziemlich Wind mit sich bringen...




Mittwoch, 22.10.2025 und Donnerstag 23.10.2025

Etang de Diane und Castagniccia

  

Eigentlich hätten wir ja gerne der Gegend um den Bavellapass noch einen Besuch abgestattet, doch Petrus und sein Sturm Benjamin lassen die Wahl auf die Ostküste fallen, denn hier sollen die Böen nicht ganz so heftig ausfallen.

 

Und so gondeln wir in unserem MaeNi-Mobil wieder aus dem Landesinneren an Meer...wie sich die Landschaft wieder verändert...das ist auf Korsika einfach unglaublich! Von wilden Bergen an den Sandstrand...innert weniger Stunden Fahrzeit.

 

Bei Aléria kurvt das MaeNi-Mobil dann sogar noch dem Strand entlang, bevor wir uns zu Fuss aufmachen und nebst den Gestaden des Meeres auch noch den Etang de Diane erkunden. Dieser Lagunensee hat wesentlich zur Bedeutung der Stadt Aléria beigetragen. Der Bracksee galt einst als der beste natürliche Hafen der Küste. Heute wird der Teich von drei privaten Fischereigenossenschaften bewirtschaftet, die hier eine lange Tradition pflegen: Die Fisch- und Austernzucht. Dank der guten Wasserqualität bringt der Étang de Diane exquisite Fische und Krustentiere auf den Tisch.

 

Gewusst?

Bereits in der Antike wurden Austern aus dem Étang de Diana nach Rom versandt. Die Weichtiere wurden ausgenommen und ihr Fleisch in Amphoren in Salz eingelegt. Die Schalen wurden zurück in den See geworfen und bildeten mit der Zeit kleine Inseln inmitten der Lagune, so etwa die Fischerinsel (Ilot des Pêcheurs). 

(Quelle: korsika.fr)


Am Morgen nach unserer ersten Nacht auf dem Camping Merendella in Moriani-Plage begrüsst uns der Tag mit einem Feuerwerk an Farben am Himmel - unglaublich schön! So startet es sich natürlich mit Leichtigkeit in den Tag, den wir heute auf den Bikes verbringen wollen.

 

Bevor der Sturm Benjamin nun definitiv eintreffen soll, wollen wir die Castaniccia etwa erkunden. Die Castaniccia mit ihren schier endlosen Kastanienhainen ist die ehemalige Kornkammer der Korsen - die Kastanie stellte über viele Jahrzehnte das Hauptnahrungsmittel der Region dar.

 

Auf kurvigen Strässchen pedalen wir durch kleine malerische Dörfer, vorbei an schmucken Kirchenbauten und allerlei Eseleien und geniessen die weite Aussicht in Richtung Küste. Das Wetter hält immer noch wacker und der von uns befürchtete Regen bleibt aus, auch wenn der Wind mittlerweile etwas stärker geworden ist.

 

Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns im Restaurant beim Campingplatz ein leckeres Nachtessen, bevor wir uns in unser gemietetes Mini-Häuschen zurückziehen, um abzuwarten, wie stark der Sturm nun wirklich wird. Nun, es scheppert und pfeift die ganze Nacht und am nächsten Tag liegt allerlei Krempel und Botanik herum...wir sind froh, haben wir uns für diese Variante der Übernachtung entschieden...zu Gunsten unseres Aufstelldaches...

 

Gewusst?

Die Kastanie wurde auch „Brotbaum“ genannt. 1584 befahlen die zu dieser Zeit herrschenden Genuesen den ansässigen Bauern die Anpflanzung von Kastanien, Maulbeerbäumen, Rebstöcken oder Olivenbäumen. Ende des 18. Jhd. waren 70% der Castagniccia mit Kastanienbäumen bestückt und auch heute noch ist sie die wichtigste Region der Insel für die Produktion von Kastanienmehl zur Weiterverarbeitung von z.B. gâteau de chataîgne, Polenta und natürlich dem korsischen Kastanienbier Pietra. 

 

 



Freitag 24.10.2025 und Samstag 25.10.2025

Ausklang und Heimreise

 

Die stürmische Nacht haben wir wie erwähnt gut überstanden. Auch das MaeNi-Mobil steht unversehrt da, als wir uns am Morgen nochmals zum Strand begeben, um den Tag zu begrüssen. Einmal mehr dürfen wir herrliches Licht und leuchtende Farben geniessen, bevor wir uns an ein gemütliches Frühstück und im Anschluss an die Reinigung unserer Unterkunft machen.

 

An unserem letzten Tag vor der Abreise verschieben wir wieder auf den Camping San Damiano in Biguglia - hier hatte es uns in unserer ersten Nacht schon sehr gut gefallen und zudem ist es von hier nicht mehr weit nach Bastia, von wo aus wir morgen in der Früh mit der Fähre zurück aufs Festland schippern werden. 

 

Wir richten uns dieses Mal auf einem Platz in erster Reihe am Strand ein und schwingen uns im Anschluss nochmals auf unsere Bikes. Den Plan, nach Bastia zu radeln, verwerfen schon bald nach dem Start - der Wind ist immer noch brutal und einen vertretbaren Weg, welcher mit den Bikes zu fahren wäre, finden wir auch nicht wirklich. Wir lassen es uns aber nicht nehmen, noch einige Zeit am Etang de Biguglia entlang zu fahren, um vielleicht noch einen Blick auf die Flamingos, welche hier leben, werfen zu können. Und siehe da - da sind sie! Wenn auch in einiger Entfernung...aber he - das erste Mal Flamingos in freier Wildbahn, das ist doch auch toll!

 

Den Rest des Tages gehen wir gemütlich an - bisschen Beachlife...süsses Nichtstun und als letzter kulinarischer Höhepunkt auf Korsika: Schweizer Beach-Fondue! Einmalig!

 

Am nächsten Morgen geht es beizeiten zum Fährhafen - schliesslich wollen wir möglichst pünktlich sein...führt heute dazu, dass wir eine gefühlte Ewigkeit warten müssen, bis wir auf die Fähre können. Irgendwie herrscht da ein unglaubliches Chaos beim Ent- und Beladen...wir lassen uns später von alten Korsikahasen sagen, dass sie so ein Durcheinander noch nie erlebt hätten..

 

Die Überfahrt geht ohne Probleme von statten, auch wenn die See dieses Mal deutlich unruhiger ist als bei der Anreise. Auch die Fahrt zurück in unser schönes Muotathal verläuft reibungslos und wir kommen gesund, zufrieden und mit einer ganzen Menge neuer Eindrucke zu Hause an. Schön wars!

 



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