Hoch Seewen Südgrat


Tourdatum 06.09.2025
Schwierigkeit 4a - 4c (4a oblig.)
Höhenmeter Auf- / Abstieg 840 Hm insgesamt 
Distanz ca. 7 km von und zu Seewenhütte
Schlüsselstelle(n) Rote Bastion (4c, exponiert)
Charakter Alpine MSL, 22 SL über sechs Türme, alpines Gelände im Zu- und Abstieg, Fluchtweg nach T1 und T3
Zugang zum Ausgangspunkt         ab PP Goretzmettlen zur Sewenhütte SAC
Unterkunft/Einkehr Sewenhütte SAC
Kartenmaterial www.schweizmobil.ch, Tourenportal SAC

Am Hoch Sewen Südgrat sind wir vor einigen Jahren schon mal rumgeturnt, dann aber bereits nach dem dritten Turm wegen drohender Gewitter das Weite gesucht.

 

Wie schon damals muss der Hoch Sewen auch heute wieder als Ausweichziel herhalten - die Bedingungen resp. die Wetteraussichten für die ursprünglich anvisierten Ziele passen nicht wirklich.

 

Ja nu, macht auch nichts. Auf die Sewenhütte zu Ursi und Walti kommen wir so oder immer gerne wieder und die Aussicht, eine Unvollendete zu vollenden ist ja auch nicht so übel.

 

Um es gleich vorne weg zu nehmen - dieses Mal haben wir den Grat in ganzer Länge erklettern können. 

 

Glücklicherweise sind zum Einstieg ein paar Höhenmeter zurückzulegen, denn so ist man bestens aufgewärmt für die ersten, dann doch ordentlich steilen Klettermeter. Aber der Fels ist - wie über weite Strecken - griffig und strukturiert, einfach herrlich! Es folgen Turm für Turm, unter die Klettereien in festem Fels mischen sich Passagen in etwas brüchigerem Gelände, grasiges Gehgelände und Abseil- resp. Abkletterstellen. Eine bunte Mischung also.

 

Die Schlüsselstelle (4c) an der roten Bastion am 5ten Turm hat es nochmals in sich - sehr exponiert und sogar leicht überhängend lässt sie uns nochmals ziemlich zupacken, bevor es wieder einfacher wird und die Schwierigkeiten des Grats soweit vorüber sind. Bis zum Gipfel ist es nun nur noch ein Kraxeln bis maximum 3a.

 

Der Abstieg über den Sewenzwächten - oder besser gesagt dessen Resten - ist soweit unproblematisch, einige Steinmänner weisen den Weg. Am Schluss noch auf dem markierten Wanderweg zurück zur Hütte, wo wir noch eine ausgiebige Pause machen, bevor wir noch absteigen und anschliessend in den Tiefenbach verschieben. Denn der zweite Teil des Ausweichprogramms soll uns auf das Grosse Furkahorn führen.

 

Eine mega coole, aber auch fordernde Tour in bestem Urner Granit - die 22 Seillängen sollten definitiv nicht unterschätzt werden. Merci Ueli!



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